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Christian Scheuber ist bereits seit vielen Jahren ein begehrter Live- und Studiomusiker - aber, wie es sich für einen seriösen Sideman gehört, stets im Hintergrund versteckt, ohne seine Nase in jedes Bild zu halten oder viel Aufsehen um seinen Namen zu machen. Wolfgang Lauth, Emil Mangelsdorff, Arkady Shilkloper, Joe Haider oder Igor Butman…dies sind nur ein paar Namen an deren Seite er bereits zu hören und sehen war. Scheuber ist eben jemand, der einfach nur gute Musik machen will und dieses als wichtigstes Ziel vor Augen hat. Er begann als Flötist, sammelte Erfahrung in Big Bands sowie im sinfonischen Orchester. Mit 16 Jahren kam dann der Wechsel zum Schlagzeug, mit dem er schon früh erste Preise auf Landesebene als jugendlicher Drummer erhielt. Anfang der 80er Jahre schon folgte eine Uraufführung eines Werkes von Wolfgang Hoffmann für Schlagzeug und Streichorchester. Er wurde Mitglied in der Landesjugendbigband Rheinland-Pfalz und trommelte während des Wehrdienstes im Luftwaffenmusikkorps.

1982-88 studierte Scheuber an der renommierten Swiss Jazz School in Bern bei dem Amerikaner Billy Brooks. Bereits während des Studiums spielte er  zahlreiche Tourneen und Festivalauftritte in Europa mit seiner ersten Band, dem „City West Quartett“. Mit der Schweizer-Deutschen Formation nahm er drei CDs auf. Nach einem New York Aufenthalt 1991 bildete er zusammen mit Reiner Witzel, Olivier Ker-Ourio, Igor Buttman, Andrey Kondakov und Vladimir Volkov die Band „Interjazz“ mit der er  CD-Aufnahmen und viele Konzerte in West-Europa, den GUS-Staaten und den USA bestritt. Ein Konzertmitschnitt der Interjazz Rhythm-Section (Kondakov, Volkov, Scheuber) zusammen mit dem russischen  French Hornisten Arkady Shilkloper in Norwegen wurde 1999 mit dem „Jazz-Ear-Award“ ausgezeichnet. Die entstandene CD „Live in Norway“ wurde von Jazzjournalisten zur „CD des Jahres“ gekürt, womit das unglaublich energiereiche und Freude vermittelnde Spiel der Musiker honoriert wurde.

2000 war es dann endlich soweit: Christian Scheuber präsentierte sich mit „Clara`s smile“  erstmals als Bandleader einem internationalen Publikum und konnte dafür die renommierten Mitstreiter Paul Bollenback, James Genus und seinen alten Bekannten Andrei Kondakov  gewinnen. Ein sicheres Zeichen für seine spielerische und kompositorische Qualität.

Den Kompositionsauftrag der Stadt Ludwigshafen am Rhein zum Besuch von Urban Sax zur europäischen Kultursommerveranstaltung „Europa im Fluß“, nimmt Scheuber 2001 zum Anlass um zusammen mit dem Arrangeur und Saxophonisten Frank Runhof die Bigband „Kicks n´ Sticks“ ins Leben zu rufen. Aus der vierjährigen Zusammenarbeit gingen eine CD-Produktion und diverse Konzerte mit namhaften Gastsolisten wie Ack van Royen, Herb Geller oder Alex Sipiagin hervor.

Seit 2001 ist Scheuber Mitglied des Regina Litvinova Extreme Trio. Mit der jungen, aus Moskau stammenden Pianistin und dem zur deutschen Jazzelite gehörenden Bassisten Markus Schieferdecker spielte er auf vielen Festivals im In- und Ausland und wirkte auf den beiden CD-Produktionen der Mannheimer Band mit.
Neben seinen Tätigkeiten als Musiker arbeitet Scheuber als Dozent in der Jazz und Pop Abteilung der Musikschule der Stadt Ludwigshafen und ist zudem Initiator und Kopf der „Jazzlights: Jam-Session“ - Reihe im Ludwigshafener Kulturzentrum „dasHaus“.


 
 
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